Infektionsschutz in Bochumer Flüchtlings­unterkünften

Die Unterbringung von Menschen auf sehr engem Raum begünstigt im Ansteckungsfall die rasche Ausbreitung des Corona-Virus. Dies zeigen die jüngsten Fälle von Ansteckungen in Flüchtlingsunterkünften in Deutschland.
Die Grünen im Rat zeigen sich besorgt um die Gesundheit der hier in Bochum von der Stadt untergebrachten Bewohner*innen von Sammelunterkünften und wollen per Anfrage von der Verwaltung wissen, wie es dort um den Infektionsschutz steht und was noch getan werden kann.

Astrid Platzmann-Scholten, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Rat, erklärt dazu: „Wir sollten gegebenenfalls alle Möglichkeiten nutzen, um die Unterbringungsdichte in den Flüchtlingsunterkünften zu verringern, zum Beispiel in dem wir leerstehende Ferienwohnungen nutzen oder – noch besser – den Umzug in normale Mietwohnungen beschleunigen. Die Menschen haben in den gemeinschaftlich genutzten Küchen und Sanitäranlagen der großen Unterkünfte oft nicht die Möglichkeit Abstand zu halten. Außerdem muss sichergestellt sein, dass das Betreuungspersonal in den Unterkünften zum Infektionsschutz und zur Umsetzung der Hygienestandards geschult wird und sensibel für die Symptome des Corona-Virus ist.“

Von den knapp 2000 städtisch untergebrachten Menschen lebt etwa ein Drittel in größeren Sammelunterkünften.