City-Tor-Süd bietet viele Chancen für 11. Gymnasium

Für die Grünen ist das City-Tor-Süd eindeutig der geeignetste Standort für das vom Rat am 16. Juli zu beschließende 11. Gymnasium. Die schulpolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion, Birte Caspers-Schäfer sieht sehr viele Vorteile: „Der Standort liegt zentral und kann von Schülerinnen und Schülern aus der ganzen Stadt sehr gut erreicht werden. Im Gegensatz zu den anderen vorgeschlagenen Standorten ist das Gelände groß genug, es ist baureif und die planungsrechtlichen Voraussetzungen sind gegeben. Nur so kann die erste 5. Klasse bereits im Schuljahr 2027/28 in den schnell zu errichtenden Modulbauten starten. Das inhaltliche Plus: die Schule liegt an Bochums Kreativmeile zwischen Schauspielhaus und Musikforum. Ideal für einen Lernort, der künstlerische und sozialwissenschaftliche Akzente setzen will!“

Politische Forderungen, noch weitere Standorte zu prüfen, lehnen die Grünen ab, da keine geeigneteren Standorte in Aussicht stehen und weil die Zeit drängt. Die Schülerzahlen steigen seit einigen Jahren merklich und Anfang der 2030er Jahre werden 20 Prozent mehr Kinder an den weiterführenden Schulen sein als Mitte der 20er Jahre. Das liegt an der Zuwanderung, an den zwischenzeitlich gestiegenen Geburtenraten und an der Rückkehr zu G9. Deshalb hatte der Rat 2024 beschlossen, viel mehr Platz an den weiterführenden Schulen zu schaffen. Die Kernpunkte waren:

  • Die Gesamtschule Bochum-Mitte wird nach Wattenscheid in ein neues Gebäude an der Berliner Straße verlagert und auf sechs Klassenzüge erweitert.
  • Die Nelson-Mandela-Sekundarschule in Langendreer wird zur Gesamtschule umgewandelt und auf sechs Züge erweitert. Das ehemalige Schulgebäude an der Unterstraße wird für die neue Gesamtschule saniert und ausgebaut.
  • Mehrere bestehende Gymnasien werden erweitert und ein neues Gymnasium errichtet.
  • Zwei bestehende Realschulen (Annette-von Droste-Hülshoff und Hans-Böckler) werden erweitert.

Birte Caspers-Schäfer erklärt dazu: „Wir respektieren den Wunsch vieler Eltern nach einem Platz für ihr Kind im dreigliedrigen System von Gymnasium, Realschule und Hauptschule. Gleichzeitig stärken wir mit dem Ausbau der Gesamtschulen das ebenfalls stark nachgefragte System des gemeinsamen Lernens. Denn dieses führt gerade bei den heutigen pädagogischen Ausgangsbedingungen zu besseren Abschlüssen. Dies alles ist in der gegenwärtigen Situation – Stichwort Haushaltskrise und Personalmangel – ein sehr ambitioniertes Programm. Auch wenn wir am dreigliedrigen System an sich auf Stadtebene nichts ändern können, würde ich mir umso mehr wünschen, dass beim 11. Gymnasium die Inklusion von Kindern mit Behinderung einen hohen Stellenwert bekommt.“

Und warum brauchen wir überhaupt ein Gymnasium? Darauf findet ihr Antworten in unserem FAQ.