
In der Ratssitzung am 7. Mai 2026 wurde die 4. Tranche von Maßnahmen der Bochumer Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Aus der Rede unseres umweltpolitischen Sprechers Marvin Rübhagen:
„Mit den heutigen Beschlüssen bekräftigt der Rat der Stadt Bochum sein Bekenntnis zur Nachhaltigkeitsstrategie und bringt weitere Maßnahmen aus dem Aktivitätenprogramm an den Start. Mit unserem Änderungsantrag werden wir zudem priorisieren und übernehmen Verantwortung vor dem Hintergrund der Haushaltslage.
Nachhaltigkeitsstrategie, das bedeutet konkret vor allem eins: Mehr Lebensqualität. Grundlage dafür ist ein umfassender Nachhaltigkeitsbegriff anhand der 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele.
- Es bedeutet saubere Luft zum Atmen, nicht nur bei uns im Grüngürtel in Stiepel, sondern auch in den urbaneren Zentren.
- Es bedeutet, unsere Natur und Stadtnatur zu schützen.
- Es bedeutet, unseren Kindern und Enkelkindern ein lebenswertes Bochum zu hinterlassen.
Jeder Euro, den wir hier investieren, beispielsweise zum Hitzeschutz im Rahmen der Klimaanpassung, sind auf der anderen Seite Kosten, die z.B. nicht als zusätzliche Kosten im Gesundheitssystem oder als volkswirtschaftliche Produktivitätseinbußen entstehen – und damit sehr sinnvoll angelegtes Geld. Zu diesen Kostenrisiken gibt es wissenschaftlich fundierte volkswirtschaftliche Untersuchungen, z.B. speziell für das Ruhrgebiet von der Prognos AG aus dem Jahr 2024.
Die Tranche umfasst unter anderem:
- die sechs Wertstoffhöfe in Bochum sollen um standortspezifische Maßnahmen zur Ressourcenschonung erweitert werden, um die Recyclingquoten zu steigern
- wir bekennen uns zu Maßnahmen klimaschonender Mobilität
- und Startchancen im Quartier. Ein Projekt, das Familien entlasten wird“