Baumschutzsatzung muss verschärft werden

Auf dem Gelände der ehemaligen Grundschule Rüsingstraße 15 soll eine Kita und eine Wohnanlage mit 55 Wohneinheiten und einer Tiefgarage entstehen. Dazu werden insgesamt 24 Bäume gefällt, die auf Grund ihrer Art und Stammumfänge unter die Baumschutzsatzung der Stadt Bochum fallen. Als Ersatzpflanzung müssen 58 Laubbäume mit einem Mindeststammumfang von 20cm gepflanzt werden, von denen allerdings nur sechs auf das Baugrundstück passen.

Sandra Schulze, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin im Bezirk Bochum-Ost, sieht die Baumfällungen kritisch: „Viele der gefällten Bäume sind älter als 60 Jahre. Der Investor muss laut Baumschutzsatzung für jeden der 52 Bäume, die nicht auf dem Grundstück nachgepflanzt werden, 1.200,– Euro zahlen. Wir Grüne sehen diese Ausgleichszahlungen als zu niedrig an und fordern eine Verschärfung der Baumschutzsatzung, die nicht nur die gestiegenen Kosten für Bäume und ihre Erhaltung spiegelt. Darüber hinausgehend müssen Zahlungen in einer Höhe festgelegt werden, die ein Umdenken bei Bebauungsplänen erreichen und bestehenden Baumbestand auf Baugrundstücken in die Planung integrieren.“

Die Stadt Bochum wird die weiteren 52 Bäume an anderer Stelle im Stadtgebiet einsetzen und ihre Pflege und Erhaltung sicherstellen.