Entsiegelung hilft gegen Starkregenfolgen

Auch in Bochum spüren und sehen viele Menschen noch immer die
Auswirkungen der Starkregenereignisse der vergangenen Tage. Die
Bochumer GRÜNEN zeigen sich besorgt, sehen aber auch Erfolge durch die
Prävention der vergangenen Jahre.

Sebastian Pewny, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat dazu: „Die
Fernsehbilder, die wir alle gesehen haben, machen noch einmal sehr
deutlich, dass Hochwasser Leben und Existenzen zerstört. Und wer die
Bilder aus Dahlhausen gesehen hat, oder wie ich vor Ort war, weiß, dass
die Tragödie sich auch in unserer Stadt abgespielt hat. Meine
Anteilnahme ist in diesen Stunden und Tagen bei jenen, die Angehörige
verloren haben oder ihrer Existenzgrundlagen beraubt wurden. Insgesamt
ist auch in Bochum von einem immensen Schaden durch das Hochwasser
auszugehen, obwohl die Stadt seit vielen Jahren an aktiver
Hochwasserprävention arbeitet. Mit dem Ziel der klimaresilienten
Schwammstadt und dem Projekt „Wasser in der Stadt von Morgen“
investiert Bochum dreistellige Millionenbeträge in den
Hochwasserschutz. Innovative Projekte, wie begrünte, aufgelockerte
Straßen, Regenrückhaltebecken, Polderflächen und Entsiegelungsmaßnahmen
sollen dabei helfen, dass das Wasser in unserer Stadt besser abfließen
kann. Vor dem Hintergrund solch zunehmender Extremwetterereignisse, die
dem Klimawandel geschuldet sind, müssen wir aber noch stärker am Thema
Flächenentsiegelung arbeiten, Flächenversiegelung begrenzen und beim
Neubau die Flächen sehr genau – vor allem auch anhand der Kriterien
Klimawandel und Klimaanpassung – bewerten. Das gilt natürlich auch für
die Flächenentwicklungen aus dem Handlungskonzept Wohnen, die wir uns
in der Rathauskoalition jetzt noch einmal genau anschauen werden.
Gleichzeitig muss auch der Bestand vor Hochwasser gesichert werden.
Hierzu braucht es gezieltere Förderung im größeren Stil. Denn Ziel in
Bochum ist es nachhaltigen und sicheren Wohnraum zu schaffen“.

Der Parteivorsitzende Hans Bischoff, der als Mitglied der Bochumer
Berufsfeuerwehr die Situation gut kennt, findet mahnende Worte: „Die
Gefahr von Hochwasser ist nicht zu unterschätzen. Strömungen sind
lebensgefährlich, auch für erfahrene Schwimmer*innen. Ich appelliere an
alle Bochumer*innen die Betroffenen Hochwassergebiete zu meiden und
sich bei Hochwasser schnell in höher gelegene Ebenen zu begeben. Mein
Dank gilt den Einsatzkräften der Blaulichtorganisationen! Auf die
können sich die Menschen in unserer Stadt stets verlassen. Die Unwetter
der letzten Tage machen aber auch deutlich, dass Land und Bund den
kommunalen Katastrophenschutz durch Aufstockung der finanziellen Mittel
stärken müssen.“