Neue Kunstrasensportanlagen mit Quarzsand statt Gummigranulat

Der Rat der Stadt Bochum richtete 2017 ein Sonderprogramm zur Errichtung von Kunstrasenplätzen ein. Dieses Sonderprogramm wurde 2019 nach einem gemeinsamen Antrag der SPD und GRÜNEN durch weitere finanzielle Mittel erweitert. So können auftretende Bergbauschäden durch geeignete Maßnahmen sofort behoben und Verzögerungen beim Umbau der Sportplätze vermieden werden.
Ein Thema beim Bau von Kunstrasenplätzen ist der Anteil an Mikroplastikteilchen. Züleyha Demir, Vertreterin der Grünen im Ausschuss für Sport und Freizeit, sprach dieses Problem bereits 2018 auch im Ausschuss für Umwelt, Ordnung und Sicherheit an und lobt die Lösung der Stadt:“ Wir wissen, dass die in der Natur unzerstörbaren Mikroplastikteilchen ein problematischer Bestandteil des Kunstrasens sind. Unsere Stadtverwaltung verzichtet deshalb beim Bau von Kunstrasenplätzen auf Gummigranulat, verfüllt die Plätze mit Quarzsand und sorgt für eine ausreichende Drainage.“
Ratsmitglied Demir zeigt sich erfreut, dass in der Sitzung des Ausschusses für Sport und Freizeit am 14. August die Erneuerung der Sportanlagen Wohlfahrtsstraße und Waldesrand in Linden auf den Weg gebracht werden: „Wir sehen, dass die neuen Kunstrasenplätze mehr Jugendliche anlocken und sich auch vermehrt Mädchen für Rasensportarten begeistern. Dieser Entwicklung wird bei der Konzeption auch räumlich Rechnung getragen, zum Beispiel bei den Umkleiden.“
Die Erneuerung der Sportanlagen in Bochum mit Kunstrasen und Spielplatzbeleuchtung geht zügig weiter. Die Sportplatzanlagen Hustadtring und Westenfeld werden in der nächsten Woche eingeweiht.
„Darüber freuen sich besonders die angeschlossenen Schulen und Vereine“, so Demir abschließend. “ Deren Einsatz für Kinder und Jugendliche, zu denen auch immer mehr Mädchen gehören, ist in der Jugendarbeit Bochums hoch geschätzt.“