Schnelle Hilfe für Kulturschaffende

Angesichts der Corona-Krise haben Bund und Land kürzlich Milliardenbeträge beschlossen, die dabei helfen sollen Wirtschaft und Gesellschaft den Rücken zu stärken und Existenzen zu retten. „Neben Land und Bund ist nun auch die Kommune gefragt, um in Zeiten der Corona-Krise unkomplizierte Hilfe anzubieten“, so Barbara Jessel, kulturpolitische Sprecherin der Grünen im Rat. „Dies gilt insbesondere für die freie Kulturszene, die der Ausfall von Veranstaltungen besonders hart trifft. Um den Fortbestand der freien Szene zu sichern, benötigen wir daher einen Notfallfond, der als städtisches Soforthilfeprogramm aufgelegt ist und sich an geförderte Betriebe und Vereine der Kulturszene richtet, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage geraten. Zudem sollten Zuschüsse, die bereits gewährt sind, weiterhin ausgezahlt werden, auch wenn Veranstaltungen voraussichtlich nicht wie geplant stattfinden können. Mieten, die an die Stadt zu entrichten sind, sollten den Kulturschaffenden erlassen werden“, ergänzt Jessel.
Neben der öffentlichen Verwaltung kann auch jede/r Einzelne etwas für den Fortbestand der freien Szene tun. „Unter dem Motto „Kultur erhalten“ fordere ich jede Bürgerin und jeden Bürger auf, Eintrittsgelder, die für Kulturveranstaltungen beiseitegelegt wurden, zu spenden“, so Jessel. Ein entsprechendes Spendenkonto wurde bereits von der GLS-Bank eingerichtet. Die Spenden sollen als Nothilfe für Kulturschaffende dienen.
Unter https://www.bochum.de/Corona/Hilfestellung-fuer-Kulturschaffende bietet das Kulturbüro derzeit eine Übersicht zu allen Fördermitteln, die Bund und Land Kulturschaffenden in der Corona-Krise zu Verfügung stellen. „Das Kulturbüro der Stadt leistet aktuell eine tolle Arbeit, um die Bedarfe zu erfassen und Fragen zu beantworten. Eine personelle Unterstützung durch kurzfristige Umschichtung wäre aber sicherlich hilfreich“, resümiert Jessel.