Yael Ronen erhält den Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum

By 24. Februar 2026Kunst & Kultur

Die Theaterregisseurin und Autorin Yael Ronen wird in diesem Jahr mit dem Peter-Weiss-Preis ausgezeichnet. Mit der Ehrung dieser Künstlerin würdigt Bochum endlich eine Frau in der Sparte Theater. Ihr Werk besticht durch politische Schärfe, gesellschaftliche Relevanz und eine einzigartige Mischung aus Humor und Tiefgang.

In einer Zeit, in der globale Krisen, Migration und kulturelle Vielfalt das gesellschaftliche Leben prägen, ist Ronens Werk besonders relevant. Ihre Theaterstücke eröffnen Räume für Dialog und Empathie und tragen dazu bei, komplexe Konflikte verständlich und emotional erfahrbar zu machen. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Auseinandersetzung mit den drängenden Fragen unserer Gegenwart.

Die Jury betonte in ihrer Begründung: „Yael Ronen gelingt es, aktuelle Konflikte, Fragen von Migration und Identität sowie interkulturelle Begegnungen in ihren Stücken eindringlich und zugleich zugänglich zu machen.“ Besonders die Verbindung von dokumentarischen Elementen und fiktionalen Erzählungen habe einen unverwechselbaren Stil geschaffen.

Sie arbeitet ganz im Sinne des humanistischen Engagements des Namensgebers des Preises: „Ich habe mich immer als jemand verstanden, der den unterdrückten Stimmen eine Stimme geben möchte.“ Dieses künstlerische Selbstverständnis, so die Jury, spiegele sich auch in Ronens Werk wider.

Der Peter-Weiss-Preis wird alle zwei Jahre verliehen und würdigt Autorinnen und Autoren, die sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen. Die feierliche Verleihung in Bochum zählt zu den kulturellen Höhepunkten der Stadt und findet am 6.März 2026 um 19.30 Uhr mit Beiträgen von Riah Knight, Lindy Larsson und Dimitrij Schaad in den Kammerspielen statt. die Laudatio hält Irina Szodruch.

Der Jury unter dem Vorsitz von Kulturdezernent Dietmar Dieckmann gehörten als Fachjurorinnen und -juroren die Schauspielerin Maja Beckmann, die Theaterkritikerin Eva Behrendt, der Intendant des Schauspiels Hannover Dr. Vasco Boenisch und der Theaterwissenschaftler Prof. Dr. Jörn Etzold sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen im Rat der Stadt Bochum Barbara Jessel (Die Grünen), Sonja Gräf (SPD), Daniel Gorin (Die Grünen) und Monika Pieper (CDU) an.