17. April 2014

Mit Bio-Eiern gegen Massentierhaltung

Nur gesunde Tiere können Grundlage für eine gesunde Ernährung sein.

Dafür warben die Grünen Ratskandidaten Barbara Jessel und Wolfgang Rettich am Gründonnerstag im Ehrenfeld und im Bermudadreieck. Mit grünen, pflanzlich gefärbten Bio-Eiern wurden Passanten daran erinnert, dass auch Tiere ein Anrecht auf ein leid- und schmerzfreies Leben haben.

Keine Massentierhaltung in Europa

Grüne Agrarpolitik steht für konsequenten Tierschutz und artgerechte Haltung in der gesamten Europäischen Union.
Die Skandale um dioxinverseuchte Futtermittel oder falsch etikettiertes Gammelfleisch haben das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher in die gegenwärtige Tierhaltungspraxis stark erschüttert. Massentierhaltung stellt nicht nur in Deutschland, sondern europaweit ein großes Elend dar:

  • In riesigen Tierfabriken werden Abertausende Schweine, Hühner oder Puten ohne Auslauf unter einem Dach zusammengepfercht.

  • Die extremen Formen der Haltung und eine auf Höchstleitung getrimmte Zucht bedeuten enormen Stress für Tiere. Um unter unwürdigen Bedingungen zu überleben, werden Tiere während der Mast mit Medikamentencocktails aus Antibiotika vollgepumpt.

  • Es bilden sich antibiotikaresistente Keime, die unserer Arzneimittel beeinträchtigen. Es leiden nicht nur die Tiere, es entstehen auch unabsehbare Folgen für unsere eigene Gesundheit!

  • Die Massentierhaltung belastet auch unser Wasser und unsere Böden. Intensivtierhaltung und die Massenproduktion von Futtermitteln erzeugen zudem klimaschädliche Treibhausgase!

WIR GRÜNE FORDERN DAHER:

  • Qualzuchten und Käfighaltung müssen europaweit bekämpft werden. Die ökologische Viehzucht muss zum Vorbild für eine Landwirtschaft werden, die die Tiere artgerecht hält und gesunde Nahrung produziert!

  • Wir brauchen einheitliche Standards für eine artgerechte Haltung in der Landwirtschaft. Die EU-Agrarförderung muss an die Einhaltung von Vorgaben im Tierschutzbereich gebunden werden!

  • Bestehende gesetzliche Regelungen müssen so geändert werden, dass sie kleine und mittlere Betriebe vor der Verdrängung durch die monströsen Tierfabriken schützen!

  • Durch Förderung kleiner und regionaler Schlachthöfe können lange Tiertransporte verhindert werden. Bei grenzüberschreitenden Transporten muss die zulässige Transportzeit auf maximal acht Stunden begrenzt werden!

  • Es müssen Produktkennzeichnungen eingeführt werden, aus denen klar und deutlich hervorgeht, woher die Lebensmittel stammen, wie sie produziert wurden und unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden!

URL:http://gruene-bochum.de/kreisverband/bildergalerie/2014-osteraktion/