23.06.2019

Stellungnahme des GRÜNEN Ortsverbandes Bochum-Nord zu den geplanten Wohngebieten Gerthe-West und Hiltrop

Die GRÜNEN im Norden unterstützen den Ansatz neue Wohnbebauung im Bochumer Norden einzurichten, „aber nicht überall und nur im ökologisch und sozial vertretbaren Umfang“, betont der Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN in der Bezirksvertretung Nord, Christian Schnaubelt. „Neben dem Wohnbaulandkonzept brauchen wir daher auch ein ökologisches Konzept, welches die Grünflächen und Landschaftsschutzgebiete im Norden langfristig sichert sowie einen ausreichenden ökologischer Ausgleich für die geplante Wohnbebauung Gerthe-West im Bochumer Norden schafft“.

Bei der Neuplanung des Wohngebietes im Bereich der ehemaligen Westumgehung Gerthe setzten die GRÜNEN in der Bezirksvertretung Nord auf „Qualität statt Quantität“ und besonders auf die Berücksichtigung folgender Kriterien:

•Sozialen Wohnungsbau und generationenübergreifendes Wohnen fördern,

•Grünflächen- und Freiluftschneisen (inkl. Fuß- und Radweg) freihalten sowie

• ökologischen Ausgleich für neu zu bebauende (versiegelte) Flächen im Norden schaffen.

„Dazu gehört auch ein durchgehender Grünzug mit Fuß- und Radweg, der das Neubaugebiet Gerthe-West an den Volkspark Hiltrop und an Herne anbindet“, ergänzt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Bezirksvertretung Nord, Petra Willich.

Weiterhin setzen sich die GRÜNEN für eine umfangreiche – auch digitale - Beteiligung der Bürger- und Bürgerinnen in dem mehrjährigen Planungsprozess ein. Wichtig ist den GRÜNEN auch die Verkehrssituation in Gerthe. Zwar ist es erfreulicher-weise gelungen die „Westumgehung Gerthe“ zu verhindern, „aber nun brauchen wir ein integriertes Mobilitätskonzept, das Gerthe entlastet“, betont das GRÜNE Ratsmitglied Martina Foltys-Banning. Dazu gehöre aus Sicht der GRÜNEN der Ausbau des ÖPNV und dabei insbesondere die zweigleisige Verlängerung der 308 / 318 bis Cöppencastrop, die Beibehaltung des 10 Minuten-Taktes der Straßenbahn (in Hauptlastzeiten ist eine noch häufigere Versorgung sinnvoll) sowie bessere Busverbindungen und – Takte nach Herne und in die anderen Nachbarstädte. „Dem Rad- und Fußverkehr muss dabei zukünftig eine herausragende Rolle zukommen“, verdeutlicht Martina Foltys-Banning.

Zudem lehnen die GRÜNEN im Norden die aktuelle Planung zur Bebauung des „Hiltroper Felds“ ab und haben daher in der Bezirksvertretung Nord gegen diese Planung gestimmt.

Beschluss des Ortsverbandes Bochum-Nord vom 23. Juni 2019:

1. Die Bebauung soll vorrangig auf dem alten Kirmesplatz am Castroper Hellweg, an der Hiltroper Landwehr, rund um das Krankenhaus Gerthe und auf dem Sportplatz des BV Hiltrop durchgeführt werden.

2. Landschaftsschutzgebiete sind aus GRÜNEN-Sicht dabei absolut tabu, auch die landwirtschaftlichen Flächen müssen erhalten bleiben (eine Ausnahme ist möglich für den Ersatzplatz des Sportplatzes BV Hiltrop).

3. Pflicht: Die Schaffung eines durchgehenden Grünzuges mit Fuß-/ Fahrradweg durchs ganze Plangebiet (Castroper Hellweg bis Cöppencastrop).

4. Eine Bebauung von 300 Wohneinheiten mit maximal 50 Wohneinheiten für 1-2 Familienhäuser ist die äußerste Obergrenze, die das Plangebiet aus GRÜNEN-Sicht ökologisch, sozial und verkehrstechnisch verkraften könnte. Je weniger Bebauung, desto besser. Dazu soll eine regelmäßige Überprüfung des städtischen Wohnraumbedarfs erfolgen.

5. Die Vorgabe für 30 % sozialer Wohnungsbau ist unbedingt einzuhalten. Die Grundstückvergabe soll in Erbpacht erfolgen. Baugenossenschaften und Wohnprojekte sollen vorrangig berücksichtigt werden. Ebenso fordern wir die Wohnungsbaugesellschaften auf, bezahlbaren Wohnraum in Gerthe zu schaffen.

6. Besonders wichtig ist uns GRÜNEN ein ausreichender „ökologischer Ausgleich“ (reale Entsiegelung oder Schutz vor zukünftiger Versiegelung) beispielsweise auf dem Thyssen-Krupp-Gelände an der Kornharpener Straße oder am Bövinghauser Hellweg. Alle Kompensationsmaßnahmen müssen im Bochumer Norden erfolgen.

7. Voraussetzung für eine Bebauung ist ein Verkehrskonzept, welches auch den zweigleisigen Ausbau der Straßenbahn 308/318 nach Cöppencastrop berücksichtigt. Dazu haben die GRÜNEN im Norden am 05. März 2019 eine Stellungnahme in der Bezirksvertretung Nord abgegeben. Ebenso wird ein integriertes Parkraumkonzept unter Vermeidung von (Neu-) Versiegelungen gefordert.

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Kategorien:OV Nord
16.04.2019

GRÜNE im Norden mit neuem Vorstand

Paul Marius Brandt und Petra Willich führen die GRÜNEN im Bochumer Norden an, Thomas Wedding ist der neue Stellvertreter.

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Kategorien:OV Nord
13.04.2019

Wir trauern um Gerda von der Linde

Gerda von der Linde hat die GRÜNEN im Bochumer Norden mitbegründet und war fast 20 Jahre Mitglied der Bezirksvertretung Bochum-Nord.

Wir behalten Sie als sehr mutige und engagierte Frau in guter Erinnerung.

BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

Ortsverband und Bezirksvertretungsfraktion Bochum Nord

Die Grünen im Rat der Stadt Bochum

BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Kreisverband Bochum

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Kategorien:OV Nord
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